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TADAH kafferosteri |19/05, 2026
Letzte Woche durften wir etwas erleben, das wir vermutlich nie vergessen werden.
Mitten im kalifornischen Central Valley, entlang der Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco und nicht weit vom Sequoia Nationalpark entfernt, liegt die kleine Stadt Kingsburg. Eine Stadt mit rund 13.000 Einwohnern – und gleichzeitig ein Ort, an dem das schwedische Erbe bis heute auf ganz besondere Weise weiterlebt.
Kingsburg wurde bereits 1873 als Eisenbahnstation unter dem Namen „Kings River Switch“ gegründet. In dieser Zeit siedelten sich viele schwedische Einwanderer in der Region an. Noch 1921 bestanden innerhalb eines Radius von wenigen Kilometern ganze 94 % der Bevölkerung aus Menschen mit schwedischen Wurzeln. Deshalb wurde die Stadt bald als „Little Sweden“ bekannt – und bis heute ist der schwedische Einfluss überall sichtbar.
Überall in Kingsburg stehen Dalapferde, schwedische Flaggen wehen entlang der Straßen und im Zentrum läuft fast den ganzen Tag schwedische Akkordeonmusik aus Lautsprechern. In den Bäckereien gibt es schwedische Spezialitäten und überall spürt man den Stolz auf die schwedischen Traditionen.
Jedes Jahr am dritten Wochenende im Mai wird in Kingsburg das Swedish Festival gefeiert. Das Festival findet im Frühjahr statt, da die Sommer in dieser Gegend sonst viel zu heiß wären.
Für uns begann die Reise nach Kingsburg eigentlich schon vor mehreren Jahren.
Dort betreibt nämlich June – eine wunderbare ältere Dame mit schwedischen Wurzeln – den Laden Svensk Butik. Seit vielen Jahren verbindet uns eine schöne Zusammenarbeit. Der Wunsch war, Kaffee anzubieten, der tatsächlich in Schweden geröstet wird. So entstanden im Laufe der Zeit mehrere maßgeschneiderte Kaffees mit eigenen Etiketten für den Laden.
In diesem Jahr hatten wir zusätzlich die Ehre, einen eigenen Festivalkaffee für das Swedish Festival zu gestalten.
Das Etikett wurde besonders persönlich, denn darauf sind historische Fotos aus Kingsburg aus den 1960er Jahren zu sehen – unter anderem Bilder von June als junge Mutter zusammen mit ihrem kleinen Sohn Eric. Und vielleicht war genau das einer der schönsten Momente der Reise: Viele Jahre später durften wir Eric nun als Erwachsenen in Kingsburg kennenlernen.
Es waren viele solcher kleinen Momente, die die Reise so besonders gemacht haben.
Die Menschen, die wir getroffen haben, waren unglaublich herzlich, offen und gastfreundlich. Wir wurden mit so viel Freundlichkeit empfangen, dass es fast schwer war, all das zu verarbeiten.
Während des Festivals durften wir sogar auf die Bühne und wurden dem Publikum vorgestellt. Dabei überreichten wir June und der diesjährigen Festivalqueen ein kleines Geschenk: den Festivalkaffee und ein gläsernes Dalapferd von Målerås Glasbruk.
Das Festival selbst bot an mehreren Tagen viele besondere Erlebnisse. Am Donnerstagabend begann alles traditionell mit schwedischer Erbsensuppe und Pfannkuchen – trotz Temperaturen von fast 30 Grad. Am Freitagabend spielte eine ABBA-Tribute-Band und am Samstag zogen Musikgruppen, Wagen und Menschen bei einer großen Parade durch die Straßen.
Außerdem durften wir viele wunderbare Menschen kennenlernen – unter anderem auch die Bürgermeisterin Staci.
Für uns wurde die Reise nach Kingsburg viel mehr als nur ein Festivalbesuch.
Es wurde eine Begegnung zwischen Schweden und Kalifornien. Zwischen Geschichte und Gegenwart. Und zwischen Menschen, die – obwohl sie an völlig unterschiedlichen Orten der Welt leben – dieselbe Liebe zu schwedischer Kultur, Fika und Kaffee teilen.
Und vielleicht ist genau das das Schönste, das wir mit zurück nach Småland nehmen durften.